Aktuell

Festival ZirQus

Einladung zum Festival im Zirkusquartier Zürich. Der Text ist direkt übernommen vom Program, in der Hoffnung, ein paar ZuschauerInnen zusätzlich zu informieren.

Festival ZirQus 20.-22. August 2021

Das Festival ZirQus ist die jährliche Werkschau der zeitgenössischen Schweizer Zirkusszene im Zirkusquartier Zürich. Kommt vorbei, schlendert durchs Zirkusquartier und geniesst die vielfältigen Shows der bei uns gastierenden Compagnies.

Neben spannenden Newcomern wie der Cie Onsavä, La Lune Bleue und BillandFred Productions präsentieren wir euch auch «Ballett», die brandneue Produktion des beliebten Zirkus FahrAwaY und die bezaubernde Strassenshow «Marionetta» von Lucy & Lucky Loop. Unsere Artist in Focus ist dieses Jahr die Trapezartistin Laurence Felber, sie wird ein work in progress ihrer Kreation «Questions to the Endless» zeigen.

Wie immer wird es ein Fest für alle, besonders auch für das Quartier! Neben mitreissenden Shows gibt es leckeren Streetfood, unseren berühmten ZQ-Flohmi und eine chillige Atmosphäre mit vielen kleinen Entdeckungen auf dem Festivalgelände. Auch die Raketebar vom Verein Hochneun ist wieder mit von der Partie, im Gepäck die coole Band Waterglow und einen genauso coolen Drink.

Der Eintritt ist frei, einfach vorbeikommen und am Ende jeder Show in die Hutsammlung geben, was gerade geht (bar/Twint).

DAS PROGRAMM IN DER ÜBERSICHT:

FREITAG, 20. AUGUST

18:00-18:45 «Marionetta», Lucy & Lucky Loop
19:30-20:15 «Ère de rien», Cie La Lune Bleue
21:00-21:40 «Questions to the Endless», Laurence Felber
22:00-23:00 WaterglowKonzert Rakete Bar

SAMSTAG, 21. AUGUST

10:00-16:00 Flohmarkt
13:30-14:10 «Intersection», Cie Onsavä
15:15-16:10 «Bill and Fred’s Adventures», BillandFred Productions
17:00-17:45 «Ère de rien», Cie La Lune Bleue
18:30-19:10 «Questions to the Endless», Laurence Felber
20:00-21:30 «Ballett», Zirkus FahrAwaY
22:00-23:00 Konzert: Klaus Egger Trio

SONNTAG, 22. AUGUST

13:00-14:30 «Ballett», Zirkus FahrAwaY
15:15-16:10 «Bill and Fred’s Adventures», BillandFred Productions
17:00-17:45 «Ère de rien», Cie La Lune Bleue
18:30-19:10 «Intersection», Cie Onsavä

Offene Bühne im Zirkusquartier Zürich

An der offenen Bühne am 30. April 2021 trat das neue Ensemble des Zirkus Chnopf erstmals vor das Publikum und gab Einblicke in seine Werke. Danach war die Bühne frei für weitere Zirkuskünstlerinnen und -künstler, die ihre Werke einem Publikum zeigen wollten.

Coronabedingt war nicht alles möglich, was sonst zu einem Zirkusabend gehört, aber das wichtigste war da: Die Aufführungen der Artistinnen und Artisten, vor ausverkauftem Haus. Die Sehnsucht vieler Menschen nach Kultur war spürbar und ergab eine sehr positive Stimmung an dem Ort, an dem hoffentlich bald wieder regelmässig spannende Vorstellungen stattfinden werden. Das Zirkusquartier wird die schwierige Zeit hoffentlich überleben und danach auch noch den Umbau des Kochareals im Exil überstehen um dann wieder auf dem gewohnten Platz Zirkus auftreten zu lassen.

Intersection Zirkusquartier

von Cie Sambura,
Ein kleines, verspieltes Universum

„Intersection handelt von Schnittpunkten, wo sich unsere Wege kreuzen, wo sich Menschen begegnen und dem, was dann passieren kann. Dem Wunsch nach Verbundenheit folgend, suchen wir nach Möglichkeiten, Begegnungen zu schaffen. Dabei hinterfragen wir unsere eigenen Gewohnheiten und die unserer Umwelt. Wie reagieren wir aufeinander? Wie können wir in Kontakt miteinander treten? Wie entstehen Verbindungen und warum brauchen wir sie?

Nach langen Verzögerungen kann die Cie Sambura den Dezember 2020 über endlich ihre Residenz im Zirkusquartier durchführen und ihrer Kreation Intersection den letzten Schliff verleihen. Wir freuen uns auf die Premiere!

Hinter Cie Sambura stecken Sophie Nusbaumer, Calou Rais, Inès Arabi und Vera Silberring. Die vier jungen Schweizer Artist*innen absolvieren ihr Studium gemeinsam an der Academy for Circus and Performance Art in den Niederlanden. Sie bedienen sich einer physischen Sprache aus Gruppen- und Luftakrobatik, Bewegungstheater, Clownerie und Tanz, um sich selbst und unser Miteinander verspielt zu hinterfragen.“ (Zirkusquartier Zürich)

Hier der Link zum Trailer:

Aufgrund der aktuellen Lage kann leider keine Vorstellung stattfinden.Wir bedauern das sehr und hoffen, die interessierten Leute können im nächsten Jahr einer Vorstellung beiwohnen.

Wagenvarietée im Zirkusquartier

Am 7 und 8.11.2020 sowie am 21. und 22.11.2020 findet im Zirkusquartier eine „Wagenvarietée“ statt: Man wird in kleine Gruppen eingeteilt und besucht die Vorstellungen in den Wagen. Dazwischen kann man draussen ein Getränk zu sich nehmen bzw. ein feines Essen und dann geht es im nächsten Spielort weiter. Die Vorstellungen enthalten Zauberei, Musik, Clownerei und Slapstick, wobei solche Ausdrücke nur andeuten können, um was es geht. In erster Linie verlässt man die Realität für ein paar Augenblicke und lässt sich entführen in eine Phantasiewelt, in der das Leben nach eigenen Gesetzen spielt, so spielerisch, wie es nur moderner Zirkus kann.

Dieser Zirkus braucht kein Zelt

Artikel in der „Zürcher Studentenzeitung“ zum Thema „Der zeitgenössische Zirkus auf dem Koch-Areal“:
Zürcher Studierendenzeitung zum Thema Chnopf auf dem Kochareal

The Time to Live

Das Gastspiel des Teatro Dimitri in der Zirkusstadt am 2. und 3. Oktober 2020 ist ein eindrückliches, witziges Stück, das Zirkus mit Poesie verbindet, um es gleich wieder zu parodieren. Es entsteht ein Bild eines Kunststücks, aber gleich darauf auch wieder ein Wechsel in unsere Welt, in der vieles nicht so läuft, wie gedacht. Man kann zum Beispiel schon jonglieren, man muss sich nur nicht wundern, wenn kurz darauf sämtliche Jonglageelemente halt am Boden liegen. Man kann auch lange und intensiv einen Koffer an der Decke erreichen wollen. Just wenn die beiden Frauen auf der Bühne endlich mal aufeinander stehen, was auch nicht gereicht hätte, ist der Koffer unten und kann einfach behändigt werden.

Die Zeiten sind im Moment nicht so witzig in der Schweiz und anderswo. Umso erfreulicher ist, dass das Teatro Dimitris und das Zirkusquarteir in Zürich ein Program auf die Beine gestellt haben, das die Anforderungen von Corona akzeptiert und entsprechende Schutzmassnahmen für das Publikum vorsieht, aber dann ein Program bietet, das einen Ausflug in eine andere Welt ermöglicht. Als Politiker fragt man sich immer mehr, ob der Zirkus nicht vielmehr zur Kultur gehört, als zum Sozialdepartement. Nicht dass am Sozialdepartement etwas falsch wäre, aber kommt so der kulturelle Beitrag des Zirkus  adäquat zur Geltung?

Pawel Silberring
02. 10. 2020

PLUTO

Pluto ist die Jubiläumsproduktion zu 30 Jahren Zirkus Chnopf. „Ein verblüffendes Vergnügen mit fünf Profis und fünf Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren“ schreibt Chnopf in seiner Einladung dazu. Und weiter: „In einer Welt, in der alles möglich scheint und in der man vermeintlich immer und überalll alle Optionen offen hat, wird das Treffen von Entscheidungen zur echten Herausforderung. Umso grösser ist das Erstaunen, wenn ausgerechnet die kleinste Person auf der Bühne die ganze Gruppe in einen Rausch versetzt.“

Die Aufführungsdaten siind: https://chnopf.ch/tournee/tourneeplan

Als Zuschauer bei der Vorpremiere kann ich das Stück wirklich sehr empfehlen: Es ist ein grosses Vergnügen, dem Zikrus zuzuschauen und sich in seine Welt mitnehmen zu lassen. Es ist ein moderner Zirkus, bei dem die Geschichte hinter den Kunststücken wichtiger ist, als die Kunststücke selbst. Es ist auch ein Zirkus, bei dem alle Zuschauerinnen und Zuschauer zum Zug kommen: Diejenigen, die spannende Kunststücke und witzige Anekdoten auf der Bühne lieben, als auch diejenigen, die es gerne „kopflastig“ haben und die grosse Geschichte dahinter verstehen wollen. Es wundert darum nicht, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene das Stück geniessen können, dieses Wochenende mitten in Zürich auf der Kasernenwiese.

Pawel Silberring
24. 07. 2020

PLUTO!

 

Das Kinder- und Jugendtheater Metzenthin braucht eine provisorische Bleibe

Im Schuljahr 2023/2024 wird das Gebäude, in dem das Kinder- und Jugendtheater Metzenthin untegebracht ist, totalsaniert und umgebaut. Zwar ist geplant, dass das Metzenthin danach wieder zurückkehren kann, aber für das Zwischenjahr sucht es dringend ein Provisorium. Die Kinder und Jugendlichen wollen auch in diesem Schuljahr trainieren können.

Gesucht wird ein Gebäude, in dem man 3 Säle mit ca. 70m2 einrichten kann, wobei zu beachten ist, dass ein Zirkus mindestens 3.5 Meter Höhe bedarf. Vorzugsweise sollte das Gebäude im Kreis 7 oder 8 liegen, aber auch ausserhalb davon liegende Gebäude können interessant sein.

Für jeden Hinweis, wo man allenfalls so ein Provisorium mieten könnte sind wir sehr dankbar.

Über uns

Unsere Gemeinderatsgruppe ist offen für Mitglieder aller Parteien, die unsere Begeisterung für das Zirkusleben teilen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie dem Gemeinderat angehören und wir Sie mit aufnehmen dürfen.

Als überparteiliche Gruppe haben wir nicht den Anspruch, bei allen Projekten gleicher Meinung zu sein und gemeinsam auftreten zu können. Gemeinsam soll nur unser Wille sein, bei zirkusrelevanten Projekten aktiv zu werden. Wir möchten aber auch Ansprechstelle für Zirkusse und Artistinnen und Artisten sein, die ein politisches Anliegen haben. Sie könen uns jederzeit mit zirzensischen Anliegen kontaktieren.

Zum Schluss eine kleine Anekdote: Bei einer schriflichen Anfrage an den Stadtrat hatten wir ursprünglich eine Formulierung drinn, die von Zürich als eine führende Zirkusstadt in der Schweiz sprach. Das gehe nicht, sagte man uns von Seiten der Zirkusschaffenden, Aarau und Basel seien besser. Wenn das keine Herausforderung ist.

Pascal Lamprecht

Pascal Lamprecht (SP): Faszinierende Körperbeherrschung, spannende Unterhaltung und integrative Nachwuchsförderung: die Zirkusse verdienen unsere Wertschätzung. Dafür engagiere ich mich von Herzen!

Claudia Rabelbauer (EVP)

Claudia Rabelbauer (EVP): Kinder-Zirkus, ein akrobatisch zauberhaft humorvolles Übungsfeld und Erlebnis für Jung und Alt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia Hofstetter (Grüne): Im Zirkus geht es um Mut, um Vertrauen – in sich und andere, es geht um Fantasie, Musik und Beweglichkeit, um Lachen, manchmal auch darum, Frustrationen auszuhalten und über sich hinauszuwachsen. Zirkus ist ein Generationenprojekt. Zirkus ist bunt und erfindet sich immer wieder neu. Zürich als Zirkusstadt funkelt, verbindet, erfindet, überrascht und fasziniert.

Natalie Eberle (AL):  Schon als Kind hat mich die Zirkuswelt fasziniert – nicht nur die verschiedenen Zirkusse mit ihren so unterschiedlichen Programmen, sondern vor allem auch die Community dahinter, das Zusammenleben, das gemeinsame Umherziehen. Dabei haben es mir ganz besonders die Kleinen wie der Pipistrello oder der Zirkus Chnopf angetan, die Kindern auf ganz eigene Weise zeigen, was alles in ihnen steckt, und so manchem «Chnopf» neue Perspektiven aufs Leben und die Welt eröffnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefan Urech (SVP): Zirkus ist eine sinnliche Unterhaltungsform, die Menschen unabhängig von ihrem Alter und ihrer gesellschaftlichen Herkunft gleichermassen in Bann zieht. Ich bin dem Zirkus auch als Erwachsener treu geblieben, aus Vergnügen am Nervenkitzel, aber auch um diese faszinierende Welt am Leben zu erhalten.

Cathrine Pauli (FDP)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maleica Landolt (GLP): Zirkusse mit artistischen Darbietungen wie Akrobatik, Clownerie, Zauberei oder auch Tierdressuren sind aus unserem Unterhaltungsangebot nicht weg zu denken. Auch meine Kindheit haben sie geprägt. Darbietungen mit Wildtieren gehören jedoch nicht in ein modernes Zirkusangebot.

 

Zirkusstadt Zürich Links

Wir haben die Zirkusse, Bühnen, Kursorte und Schulen aufgelistet, die wir kennen. Haben wir etwas vergessen oder haben Sie einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie es uns mit, wir passen das gerne an.

Foto: Zirkus Chnopf

Zirkusse und Artisten in Zürich

ASVZ Manege
Cirque de Loin
Jongliertreff Rote Fabrik
Kinderzirkus Robinson
Kinder- und Jugendtheater Metzenthin
Luftakrobatik Andrea Wick
Mika Netser

Rote Fabrik (Akrobatik und Jonglage-Training)
Variété Pavé
Vertikaltuch Maja Weiller
Zauberart
Zauberschule Zürich
Zirkus Balloni
Zirkus Chnopf
Zirkusquartier
Zirkusschule Belissimo
ZSZ Zauber Schule Zürich

Zirkusse mit regelmässigen Vorstellungen in Zürich

Foto: Zirkus Monti

Foto: Zirkus Monti

Cirque du Soleil
Zirkus Conelli

Zirkus Fahraway
Zirkus Knie

Zirkus Monti
Zirkus Ohlala
Zirkus Pipistrello

Zirkus Royal
Zirkus Salto Natale
Zirkus Stey

Kleinkunst-Bühnen und Veranstaltungen

Broadway Variete
Compagnie Trottvoir
Das Zelt

La Poesia – Kleinkunst im Labor
Theater Spektakel
Salon Morpheus

Projekte

Hier sind die zirkusrelevanten politischen Projekte in der Stadt Zürich

Februar 2018: Schriftliche Anfrage zum zeitgenössischen Zirkusschaffen in Zürich

10. Juni 2018: Die Abstimmung über das Kochearel führt zu einer klaren Annahme des städtischen Projekts, das u.a. auch eine Bleibe für den Zirkus Chnopf vorsieht.

Der Zirkus Chnopf „On Tour“ sorgte für den Farbtupfer im Abstimmungskampf um das Koch-Areal.

10. Juni 2018: Die Abstimmung über den Sechseläutenplatz ergibt ein Resultat, das dem Zirkus Knie einen Verbleib auf diesem Platz erlauben wird.

Peter Wetzel, alias Spidi, der langjährige Clown des Zirkus Knie, der leider früh gegangen ist, zusammen mit unserem Zirkuststadt-Zuerich Mitglied Marianne Aubert.

Schriftliche Anfrage

Schriftliche Anfrage zum zeitgenössischen Zirkusschaffen in Zürich

„Der zeitgenössische Zirkus ist eine eigenständige Kunstform an der Schnittstelle der darstellenden Künste. Physical Theatre, Objekttheater, Performance und Tanz verbinden sich zu einer einzigartigen Erzählform. Nebst den bekannten Produktionen der grossen Anbieter, gibt es auch verschiedene Nischenprodukte und Formen der Nachwuchsförderung. Dabei kommt auch die integrative Funktion nicht zu kurz, da Kinder und Jugendliche aller Bevölkerungsschichten sich körperlich und künstlerisch einbringen können. Zeitgenössisches Zirkusschaffen stellt aber auch spezielle Anforderungen an Produktions- und Aufführungsorte. Darum kommt die heterogene Zirkuslandschaft der Stadt Zürich von verschiedenen Seiten immer wieder unter Druck, sei es aufgrund der bestehenden Platzverhältnisse für Darbietungen und Quartiere einerseits, sei es aufgrund fehlender oder ausbleibender Förderung andererseits.“

Das ist der einleitende Text einer schriftlichen Anfrage im Gemeinderat, die von den Mitgliedern von zirkusstadt-zuerich.ch eingereicht wurde. Es folgt eine Reihe von Fragen, die der Stadtrat innerhalb von 3 Monaten beantworten wird. Wir werden die Antworten selbstverständlich hier aufschalten.

  1. Welches sind die quantitativen Eckpunkte der Zirkuslandschaft in der Stadt Zürich? Wir bitten um eine tabellarische Übersicht mit allen dem Stadtrat bekannten Institutionen, welche direkt zur Zirkuslandschaft gehören, inklusive deren Namen, Ort des (Winter-)Quartiers, Grössen gemessen an Personal und Flächenbedarf, Anzahl Spieltagen (in der Stadt Zürich und ausserhalb), Spielorte, Umsatzzahlen (sofern öffentlich und bekannt), jeweiligem Total
    der Gebühreneinnahmen pro Zirkus und allfälligen Förderbeiträgen seitens der Stadt Zürich.
  2. Welche Angebote decken diese Zirkusse ab (Vorstellungen, Trainingsmöglichkeiten, Kurse etc.)?
  3. Welche Trends hinsichtlich der Nachfrage nach passiver (zuschauen und geniessen) und aktiver (z.B. Akrobatikschulen) Teilnahme an den  verschiedenen Zirkusformen sind für den Stadtrat erkennbar? Wie reagiert der Stadtrat auf diese Trends?
  4. Welche Standorte in der Stadt Zürich (Outdoor und lndoor) sind in Zukunft für ZirkusGastspiele vorgesehen? Welche weiteren Standorte sind zukünftig denkbar? Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat für Winterquartiere und/oder Trainingsorte? Bei welchen Institutionen in der Stadt Zürich sind bevorstehende Änderungen bekannt in Bezug auf Aufführungsorte und/oder gemietete Räume oder Winterquartiere? Ist der Stadtrat ebenfalls der Meinung, dass die bestehenden Platzverhältnisse prekär sind? Falls ja, wie gedenkt derStadtrat diese Problematik anzugehen?
  5. Welchen Nutzen sieht der Stadtrat in der Verankerung – gerade von Kleinzirkussen und/oder Nachwuchs-Angeboten – auf Quartierebene? Inwiefern sieht der Stadtrat Möglichkeiten, die Quartierverbundenheit zu stärken? Inwiefern werden bereits jetzt oder zukünftig Quartierzentren miteinbezogen?
  6. Einzelne Institutionen (z.B. der Zirkus Chnopf) arbeiten seit Jahrzehnten mit der Stadt Zürich zusammen. Was unternimmt die Stadt Zürich ihrerseits, um diese Zusammenarbeit zu vertiefen?
  7. Inwiefern kann der Stadtrat Nachwuchsförderprojekte stärken? Ist der Stadtrat gewillt, derartige Möglichkeiten umzusetzen?
  8. Welchen Stellenwert misst der Stadtrat der Kunstform „Zeitgenössischer Zirkus“ grundsätzlich bei? Wie beurteilt der Stadtrat die Stellung von zeitgenössischem Zirkus innerhalb der Kulturlandschaft der Stadt Zürich? Ist für den Stadtrat denkbar, diese Kunstform als kommenden kulturellen Legislaturschwerpunkt zu behandeln?
  9. Welchen Stellenwert misst der Stadtrat der Kunstform „Zeitgenössischer Zirkus“ als Faktor im Standortmarketing bei? Ist es für den Stadtrat erstrebenswert, dass die Stadt Zürich als schweizweite Nummer 1 in der Zirkuslandschaft angesehen wird? Falls nein, weshalb nicht? Falls ja, was unternimmt der Stadtrat hierzu?

Antwort des Stadtrats

Das Zirkusschaffen in der Stadt Zürich ist breit aufgestellt; von der Ausbildung über die Produktion bis zu Aufführungen und Gastspielen. Über zwanzig traditionelle und zeitgenössische Zirkusse und Zirkusgruppen spielen regelmässig in der Stadt Zürich und machen diese Kunstform damit zu einem wichtigen Baustein im kulturellen Leben. Die Bandbreite reicht vom klassischen Zirkus, kommerziellen (Dinner-) Zirkus-Events über lokale, nationale und internationale Gruppen des zeitgenössischen Zirkus mit und ohne eigene Infrastruktur bis hin zur professionellen Ausbildung und zu Teilhabeprojekten für Laien z. B. in Schulen und Gemeinschaftszentren.

Dieser Reichtum ist das Resultat vieler privater Initiativen und deren Engagement und Durchhaltewillen. Die Stadt hat diese Entwicklung durch entsprechende Rahmenbedingungen (Raum, Infrastruktur und Förderung innerhalb der unterschiedlichen Gefässe) mitgefördert. Sie erachtet und fördert die Zirkuskunst – insbesondere in der Produktion – als eine der Ausprägungeninnerhalb der darstellenden Künste, sei dies im Bereich der soziokulturellen Unterstützung oder der Unterstützung in den Kulturressorts Tanz und Theater.

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht der Stadtrat keinen dringenden Handlungsbedarf, diese Förderpraxis zu ändern, da einerseits 2016 das Projekt Tanz- und Theaterlandschaft gestartet wurde, mit dem die Stadt Zürich die Basis für die zukünftige Kulturförderung in den Bereichen Tanz (inklusive dem Zirkusschaffen) und Theater überprüfen und regeln will. Die Tanz- und Theaterschaffenden, darunter auch Vertretungen aus dem Bereich Zirkus, sind im Beteiligungsprozess involviert. Das Projekt besteht aus einer Bestandsaufnahme (Zwischenbericht liegt seit Juli 2017 vor) und einer Konzeptentwicklung, die im Frühling 2018 mit dem Schlussbericht präsentiert wird. Die Bestandsaufnahme hat – neben dem grundsätzlich positiven Befund einer gut funktionierenden Tanz- und Theaterlandschaft – zwei Defizite in der Stadt Zürich gezeigt: einerseits die Angebote im Bereich Kinder- und Jugendtheater, andererseits die gezielte Förderung des Tanz. Ein spezifisches Defizit im Bereich Zirkus zeichnet sich aus dieser Analyse nicht ab.

Der vorliegende Vorstoss mit den neun Teilfragen öffnet das gesamte Feld, indem sich der Zirkus und seine unterschiedlichen Ausprägungen und innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette Ausbildung – Produktion – Aufführung bewegen. Bei der Beantwortung wurden alle betroffenen Departemente und/oder Dienstabteilungen miteinbezogen: Das Präsidialdepartement/Dienstabteilung Kultur, das Sozialdepartement, das Schul- und Sportdepartement sowie das Finanzdepartement/Liegenschaftenverwaltung.

Nach diesen einleitenden Bemerkungen können die Fragen wie folgt beantwortet werden:

Gesamte Antwort des Stadtrats